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Ukrainische Familie bei Blau-Weiss

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Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, mussten viele Familien ihr zu Hause aufgeben und in westliche Länder fliehen. So auch die Familie Kosteniuk. Als die Russen vor der Tür standen, flohen die Kosteniuks, Vater Olexander, Mutter Nadja, Tochter Anastasia (16), Sohn Dmitro (14), Sohn Kirilo (9) und Sohn Danilo (8) nach Deutschland. Nadja hatte in den letzten Monaten des letzten Jahres im Vereinsheim, in der Trattoria Casa Mia, als Bedienung gearbeitet. Durch diesen Kontakt, hatten sie eine Anlaufstelle in Wülfrath. Nachdem ihr die Wirtsleute eine Bleibe in Wülfrath zusagten, führte Ihr Weg sie über Warschau und Berlin nach Düsseldorf. Dort wurden sie von Manu und Angela vom Bahnhof abgeholt. Vorübergehend haben die Wirtsleute ihnen ein Zimmer und einen kleine Raum zur Verfügung gestellt.


Jetzt mussten sie sich aber in Deutschland melden. Schön, dass wir Herrn Kaiser haben. Er ist Russlanddeutscher und ist selber vor Jahren nach Deutschland gekommen. Er kann die Sprache der Ukrainer verstehen und ihnen auf den Weg durch die Ämter behilflich sein. 

Zuerst geht es mit einer Meldebescheinigung ins Bürgerbüro. Die Familienmitglieder müssen ihre Herkunft nachweisen. Dafür brauchen sie die Geburtsurkunde. Aber natürlich in Deutsch. Herr Kaiser suchte nun ein zertifiziertes, staatlich anerkanntes Übersetzungsbüro. Die Übersetzung des günstigsten Büros kostet für jeden 15€. Da das Büro aber nur gegen Vorkasse arbeitet, mussten 110 € gezahlt werden. Einen Dank an die Herren 70-80. Sie spendeten das Geld, das auch direkt überwiesen wurde. Nun wurde die Familie in Deutschland als Ukraineflüchtlinge anerkannt und sie erhielt eine Steuer-Nr. Jeder Bürger in der Bundesrepublik braucht eine Steuer-Nr. Ohne Steuer-Nr. gibt es keine Aufenthaltserlaubnis vom Ausländeramt, kein Sozialversicherungsausweis, keine Sozialleistungen, kein Konto bei der Sparkasse usw. .

Auf allen Ämtern gab es natürlich lange Warteschlangen und Herr Kaiser, der als Übersetzer überall dabei sein musste, wartete geduldig, zum Teil bis zu 3 Stunden. Die Kosteniuks standen vor dem Nichts. Sie hatten weder Geld noch die nötigste Bekleidung für die Kinder. Viele Vereinsmitglieder halfen jetzt aus. Schuhe, Hosen, T-Shirts und Spielsachen für die Kinder wurden gespendet. Und Herr Kaiser organisierte Fahrräder damit die Familie in Wülfrath beweglich ist. 

Allen Vereinsmitgliedern einen herzlichen Dank für die Hilfsbereitschaft. Wir können der Familie die Heimat nicht ersetzen, aber mithelfen, damit die Familie sich hier wohlfühlen kann.